
Kategorie | Typ
Neubau, Wohnbau
Ort | Jahr
Dresden, 2024
Bauherr
basisd
Hier am Nürnberger Platz, einem großen Verkehrsknotenpunkt, liegt eine der letzten Brachen in zentraler Lage, auf dem nun entlang der Münchner Straße eine Blockrandbebauung entsteht und die seit dem 2. Weltkrieg vorhandene Lücke endlich schließt. Wegen ihrer Nähe zum Stadtzentrum und zur Universität gilt die Dresdner Südvorstadt als begehrte Wohnlage. Hier planen wir zusammen mit dem Bauträger Basis d auf rund 15.000 Quadratmetern Fläche 1/3 Eigentumswohnungen, 1/3 Mietwohnungen sowie 1/3 Gewerbeflächen.
Das Projekt gliedert sich in drei Bauabschnitte.
Der erste und zweite Bauabschnitt umfasst insgesamt acht Gebäude, die entlang der Münchener Straße eine durchgehende Blockrandbebauung bilden, beginnend an der Helmholtzstraße.
Das Eckgebäude Münchner Straße / Helmholtzstraße schließt an die Brandmauer des denkmalgeschützten Nachbarhauses an und antwortet auf die gründerzeitliche Blockrandbebauung des Nachbarblocks mit einer runden Ecke.
Die Fassade entlang der Münchner Straße besteht aus Verblendmauerwerk. Jedes Haus hat eine eigene Identität und hebt sich durch den variierenden Einsatz eines einheitlichen Klinkers in Verband, Fugentiefe und Ausrichtung ab. Das Erdgeschoss bildet durch eine andere Struktur einen klaren Sockel. Jedes Hau besteht aus einem Eingangsniveau, einem Hochparterre und vier Obergeschossen, ergänzt durch ein Dachgeschoss als Staffelgeschoss. Die Straßenfront ist gemäß dem Bebauungsplan von der Grundstücksgrenze zurückgesetzt, was eine einladende Vorzone schafft.
Die Hoffassade ist verputzt. Ein vorgestelltes Balkonregal erstreckt sich über die gesamte Länge und dient als Traggerüst für Fassadenbegrünungen der Verschattung. Hofseitig ergänzt ein Querbau mit Hochparterre und vier Obergeschossen das Ensemble.
Im dritten Bauabschnitt entsteht am Nürnberger Platz ein markantes, den Platzraum abschließendes Eckgebäude mit acht Oberschossen. In den oberen Geschossen befinden sich großzügige Loggien mit Blick zum Nürnberger Platz. Eine zwei Meter zurückspringende Fuge zwischen den Bauabschnitten 2 und 3 lockert das Gesamtbild weiter auf. Die Fassade ist in der vorderen Ebene aus Verblendmauerwerk, der gleiche Klinker wird auch hier verwendet.
Die Gebäude des ersten und zweiten Bauabschnitts werden in Holzhybridbauweise konstruiert. Die Flachdächer sind als Retentionsdächer mit extensiver Dachbegrünung und Photovoltaikanlagen gestaltet.
Die Erschließung erfolgt über klare Haupteingänge entlang der Münchner Straße, die zurückgesetzt sind und gut erkennbar sind. Alle Gebäude verfügen über barrierefreie Zugänge, und die barrierefreie Erreichbarkeit aller Geschosse wird durch einen Aufzug sichergestellt.
Insgesamt entstehen im ersten und zweiten Bauabschnitt 104 Wohnungen sowie drei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss.
Der dritte Bauabschnitt beinhaltet mehrere Gewerbeeinheiten, darunter zwei Einzelhandelsflächen und ein Café mit Terrasse im Innenhof.
Zusammenfassend bietet das Projekt eine harmonische Verbindung von Wohn- und Gewerbeflächen, die durch eine ansprechende Architektur, durchdachte Erschließungskonzepte und eine klare Gestaltung überzeugen.
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